fileadmin/user_upload/saarfv/Spielbetrieb/Herren/Volksbanken-Masters/SR-Volksbanken-Masters_Plakat.pngfileadmin/user_upload/saarfv/Spielbetrieb/Herren/Volksbanken-Masters/SR-Volksbanken-Masters_Plakat.png24. Volksbanken-Schiedsrichter-Masters  | Saarländischer Fußballverband e.V.

24. Volksbanken-Schiedsrichter-Masters

Jubiläumsgeschenk und Final-Revanche für Sulzbach-Saarbrücken

Der erste Masters-Sieger des Jahres 2019 steht fest: Die Schiedsrichtergruppe Sulzbach-Saarbrücken gewinnt das 24. Volksbanken-Schiedsrichter-Masters in Wiebelskirchen – Vorjahresfinalist Homburg unterliegt im Endspiel denkbar knapp.

Nach einem sehr spannenden und teils hart umkämpften Turnier herrschte großer Jubel bei der Schiedsrichtergruppe Sulzbach-Saarbrücken: Ein wenig überraschend konnte die weiß-blau gekleidete Truppe den Titel beim 24. Volksbanken-Schiedsrichter-Masters einheimsen. In der Ohlenbachhalle in Wiebelskirchen besiegte man im Finale die Schiedsrichtergruppe Homburg mit 1:0.

Das Turnier stand dabei ganz im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums des Ausrichters, der Schiedsrichtergruppe Neunkirchen. Noch zu Zeiten als das Saargebiet nach dem 1. Weltkrieg selbstständig und dem Völkerbund unterstellt war, war sie eine der ersten Schiedsrichtergruppen, die hierzulande gegründet wurden. Seitdem hat die Gruppe eine stolze und erfolgreiche Geschichte vorzuweisen. Das Volksbanken-Schiedsrichter-Masters durften die Referees um Obmann Christian Zepp nunmehr zum dritten Mal ausrichten. Sie absolvierten die damit anfallenden Arbeiten hervorragend und zu allseitiger Zufriedenheit.

Einen glänzenden Job erledigten auf dem Hallenfußball-Parkett freilich auch die Sieger des Tages. Für die im Zuge der Strukturreform im Südsaarkreis neu entstandene Gruppe Sulzbach-Saarbrücken war es der erste Saarlandmeistertitel in dieser Zusammensetzung. Und er kommt zu einem ganz besonderen Zeitpunkt, womit wir wieder bei den Jubiläen wären: Auch die beiden Schiedsrichtergruppen Sulzbach und Saarbrücken, aus denen die neue Gruppe im Jahr 2017 zusammengeführt wurde, feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Die Mannschaft um Obmann Sascha Krappel hat das entsprechende Jubiläumsgeschenk mithin schon früh im Jahr geliefert!

Dazu passt es, dass auch der einzige Masters-Triumph der Gruppe Sulzbach exakt zehn Jahre zurückliegt. In den darauf folgenden Jahren fand man sich in nahezu atemberaubender Regelmäßigkeit in den Endspielen ein, musste aber sechsmal (2010–2013, 2015, 2017) dem jeweiligen Finalgegner zum Sieg gratulieren. Ein siebtes Jahr Pech blieb der von Bernhard Brettar gecoachten Truppe also immerhin erspart.

Und auch die letzte Pointe ließ sich die in den K.O.-Spielen nach einer Roten Karte für Christian Schaub personell sogar noch geschwächte Mannschaft nicht nehmen: Bei der letzten Finalniederlage unterlag man der Gruppe Homburg sang- und klanglos mit 0:4. Anders als vor zwei Jahren hatten diesmal indes die Kollegen aus dem Ostsaar-Kreis in der Final-Neuauflage das Nachsehen. Nach einer längeren Phase des Abtastens erzielte Sascha Arand drei Minuten vor dem Ende mit einem Distanzschuss ein wenig glücklich das goldene Tor gegen den im Turnier ansonsten stark aufspielenden Homburger Schlussmann Niklas Wissig. Beim anschließenden Sturmlauf der Mannen von Obmann Daniel Schmitz fehlte dann das erforderliche Glück: Fabian Schneck traf kurz vor Schluss nur die Torlatte. Dennoch war dies wieder eine sehr starke Leistung der jungen Homburger Mannschaft, die zum dritten Mal in Folge im Masters-Endspiel stand (im Vorjahr 3:4 nach Sechsmeterschießen gegen Titelverteidiger Obere Saar, der dieses Mal aber nicht über die Vorrunde hinauskam).

Eine gute Figur machte ferner auch die Gruppe St. Ingbert. Der erste Masterssieger von 1996 feierte einen respektablen 3. Platz nachdem man im Halbfinale 1:2 den Ostsaar-Kameraden aus Homburg unterlegen war und dabei sogar noch einen Sechsmeter vergab. Im kleinen Finale klappte es besser: Man bezwang die Gruppe Schaumberg mit 6:1. Die Nordsaar-Vertreter waren zuvor wiederum denkbar knapp im Sechsmeterschießen am späteren Sieger Sulzbach-Saarbrücken – und dabei vor allem dessen Keeper Ismail Kassem – gescheitert.

All diese Ergebnisse sind weiteres Indiz dafür, wie ausgeglichen das Feld war. Davon überzeugen konnten sich neben den ca. 250 Zuschauern auch die erschienenen Ehrengäste. Genannt seien nur Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann, Hans-Artur Gräser (Vositzender Neunkircher Sportverband) Rainer Bommer (Verbandsjugendleiter), Heribert Ohlmann (Schiedsrichterobmann des Fußballregionalverbands Südwest) sowie Verbandsschiedsrichterobmann (VSO) Dr. Volkmar Fischer und dessen übrige Kollegen aus dem Verbandsschiedsrichterausschuss.

Der Tag ging mit einer besonders tollen Geste der Gastgeber zu Ende: Man überreichte einen Spendenscheck an die Gruppe Homburg zugunsten einer jüngst verunglückten Schiedsrichterkameradin. Ein wenig betrüblich an der sehr gelungenen Masters-Austragung war daher lediglich, dass bei dem Spektakel der Gedanke von Fair Play, Respekt und Spaß nicht durchgehend im Vordergrund stand, wovon zwei Platzverweise und einige verletzungsbedingte Ausfälle zeugen. Hier darf man sich erhoffen, dass im nächsten Jahr wieder mehr Disziplin einkehrt. Denn dann gibt es wieder ein Jubiläum zu feiern: 25 Jahre Volksbanken-Schiedsrichter-Masters.

Stimmen zum 24. Volksbanken-Schiedsrichter-Masters:

Volkmar Fischer (Verbandsschiedsrichterobmann, während der Siegerehrung): „Wir haben heute spannende, teilweise aber zu emotionsgeladene Spiele gesehen. Hier fordere ich bei allem sportlichen Wettkampf den nötigen Respekt gegenüber unseren Schiedsrichterkameraden ein.“

Gerhard Bednorz (Kreisschiedsrichterobmann Westaar, mit einem Lachen nach dem Ausscheiden der Westsaarvertreter): „Heute zählte bei uns der olympische Gedanke: Dabei sein ist alles! Die anderen können Fußballspielen, wir können pfeifen.“

Daniel Schmitz (Obmann Gruppe Homburg, vor dem Finale): „Wir sind sehr glücklich, dass wir trotz einiger Personalsorgen das Endspiel erreicht haben. Im Halbfinale war unser Torwart unsere Lebensversicherung!“

Christian Zepp (Obmann der ausrichtenden Gruppe Neunkirchen): „Wir sind rundum zufrieden. Nur schade, dass teilweise ein wenig zu viel Aggressivität herrschte.“

Sascha Arand (Gruppe Sulzbach-Saarbrücken, Siegtorschütze im Finale): „Ich freue mich brutal und gönne es allen aus dem Team. Nach so vielen Anläufen hat es jetzt endlich mal wieder geklappt.“

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