fileadmin/_processed_/3/b/csm_Ehren-SR_2cf63e2e5d.jpgfileadmin/_processed_/3/b/csm_Ehren-SR_2cf63e2e5d.jpgEin Ehrungsabend mit „echten Kameraden“, „guten Seelen“ und „Stimmungskanonen“ | Saarländischer Fußballverband e.V.

Ein Ehrungsabend mit „echten Kameraden“, „guten Seelen“ und „Stimmungskanonen“

Im kleinen, aber feinen Kreis wurden Schiedsrichter auf Einladung des Verbandsschiedsrichterausschusses für ihr jahrzehntelanges Engagement an der Sportschule vom SFV geehrt.

Während des alljährlich stattfindenden Ehrungsabend im Nebenraum der Mensa der Hermann-Neuberger-Sportschule trat – wie üblich – von den verdienten Schiedsrichterkameraden einer nach dem anderen vor, um seine Ehrungsurkunde in Empfang zu nehmen. Vor deren Überreichung konnte Verbandsschiedsrichterobmann Dr. Volkmar Fischer, garniert mit viel Anerkennung und Dank, bei fast allen mit einer vergnüglichen Anekdote aus älterer oder jüngerer Vergangenheit aufwarten.

So erinnerte er sich beispielsweise an gemeinsame Oberliga-Spielerlebnisse mit seinem ehemaligen Assistenten Vinzenz Mai, der sowohl für 35 Jahre Schiedsrichtertätigkeit geehrt und zugleich zum Ehrenschiedsrichter ernannt wurde. Ferner berichtete Fischer vom legendären „Schiedsrichter-Trio aus dem Bliesgau“. Dazu gehörte neben dem ebenfalls ausgezeichneten Ostsaar-Kreislehrwart Sascha Braun der stets besonnenen und überall beliebte Axel Hurth, der laut Fischer über viele Jahre „die gute Seele der Ziffer“ gewesen sei.  Unbestreitbar ebenso richtig lag er mit den Einschätzungen von Frank Guilpain („ein echter Kamerad“), Ralf Montag („seit jeher als Stimmungskanone bekannt“) oder Fredi Reichart („das Schiedsrichtergen erfolgreich vererbt“).

Aber auch die Geehrten hatten so manche bemerkenswerte Geschichte zu erzählen. Wie etwa Joachim Ohlmann, der sich seit vielen Jahren in der JVA Ottweiler für die Resozialisierung von straffällig gewordenen Jugendlichen engagiert, oder Gerd Weidenfeld, dessen lange und erfolgreiche Karriere eher kurios begann: „Nachdem ich eine Rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung bekommen hatte, hat mich ein Arbeitskollege, der selbst Schiedsrichter war, darauf angesprochen. Er hat mich schließlich dazu überredet, einen Schiedsrichterlehrgang zu besuchen“, berichtete der ehemalige Ziffer- und nunmehrige Ehren-Schiedsrichter aus der Gruppe Sulzbach-Saarbrücken lachend. In der illustren Reihe der Geehrten fanden sich noch viele weitere Größen des saarländischen Schiedsrichterwesens. Stellvertretend genannt seien etwa Christian Zepp, seit vielen Jahren Obmann der Schiedsrichtergruppe Neunkirchen, ferner der zugleich als Vereinsvorsitzender des FC Lautenbach wirkende Hermann Köcher sowie der langjährige Zifferschiedsrichter Günther Brill aus Marpingen. Letzterer wurde wie Vinzenz Mai doppelt geehrt und beendete damit seine aktive Karriere. Schließlich wurde auch der ehemalige Nordsaar-Kreislehrwart Alfred Müller offiziell in den „Beobachter-Ruhestand“ verabschiedet.

Ein „Abschied“ soll mit den Ehrungen indes ausdrücklich nicht verbunden sein. „Eure Aufgabe ist jetzt insbesondere, die jungen Schiedsrichter aufzufangen und sie nicht mit ihren Probleme allein zu lassen. Bitte bleibt daher noch möglichst lange bei uns – wir brauchen euch“, appellierte Fischer im Zuge seiner kleinen Ansprache vor der Eröffnung des kalt-warmen Buffets. In die gleiche Kerbe schlug auch SFV-Präsident Franz-Josef Schumann bei seinen Grußworten im Namen des Verbandsvorstands.

Unbestreitbar haben die Geehrten in Sachen ehrenamtlichem Engagement dem saarländischen Fußball einen Dienst erwiesen, der kaum aufzuwiegen ist. Der Saarländische Fußballverband (SFV) und insbesondere die Schiedsrichterabteilung hoffen, dass man den Kameraden mit dieser kleinen Würdigung zumindest ein wenig für die geleistete Arbeit zurückgeben konnte. Man darf sich zudem wünschen, dass sie alle ihrem lieb gewonnenen Hobby noch lange erhalten bleiben!

AUF EINEN BLICK:

30 Jahre Schiedsrichter (Schiedsrichter-Ehrennadel in Gold mit Lorbeerkranz):
Norbert Birk (SV Piesbach), Bernd Bourgeois (SV Menningen), Ralf Montag (SpVgg Quierschied), Friedhelm Wissig (TuS Fürth), Frank Brandstetter (FC Palatia Limbach)

35 Jahre Schiedsrichter (Goldene Ehrennadel des SFV):
Walter Lubjuhn (FSV Hilbringen), Robert Krefft (SV Bübingen), Markus Priester (DJK Ensheim), Christian Zepp, Christoph Collmar (beide SV Niederbexbach), Frank Guilpain, Volker Louis (beide SV Borussia Spiesen), Axel Hurth, Sascha Braun (beide DJK Ballweiler-Wecklingen), Fredi Reichart (FSV Jägersburg), Vinzenz Mai (SV Baltersweiler), Hermann Köcher (FC Lautenbach), Paul Olbertz (SC Bosen), Werner Broschart (SV Humes), Günther Brill (FC Marpingen)

Ernennung zum Ehrenschiedsrichter:
Alois Schmitt (SSV Pachten), Ludwig Laux (SF Bachem-Rimlingen), Hubert Mertes (SpVgg Mitlosheim), Robert Mansion (FC Fraulautern-Steinrausch), Gerd Weidenfeld (ASC Dudweiler), Ralf Nickolaus (SpVgg Einöd-Ingweiler), Vinzenz Mai (SV Baltersweiler), Günther Brill (FC Marpingen), Joachim Ohlmann (VSJ Ottweiler)

Verabschiedeter Beobachter:
Alfred Müller (SV Habach)

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