Projekt "Golden Goal"

Zu wenige Mädchen mit Migrationshintergrund treiben regelmäßig Sport im Verein und kommen oftmals nur in der Schule damit in Kontakt. Dabei ist Sport nicht nur für die körperliche und mentale Entwicklung der Kinder wichtig, sondern fördert auch das soziale Miteinander. Die ersten Erfolge im Fußball strahlen auch auf andere Bereiche aus. Die Mädchen gewinnen an Selbstbewusstsein und erlangen viel Anerkennung in ihrer Schule und ihrem sozialen Umfeld.

Das Projekt „Golden Goal – ZusammenTreffen“ möchte es Mädchen – vor allen Dingen auch mit Migrationshintergrund – deshalb ermöglichen, in der Schule Fußball zu spielen, um so den Weg zum Sport und zum Verein zu finden und die soziale Integration zu fördern.

Projektleiter/-in

Katrin Rau

Bausteine des Projekts

Das Projekt setzt sich aus vier Bausteinen zusammen, die an den Projektschulen umgesetzt werden. Wichtig hierbei sind neben der Akzeptanz und Unterstützung der Schulleitung und des Kollegiums vor allem die Hilfe und das Engagement der ortsansässigen Vereine.

Mädchenfußball-AGs

An den Projektschulen werden Mädchenfußball-AGs eingerichtet, in welchen die Mädchen regelmäßig miteinander trainieren. Hierbei ist entscheidend, dass die AGs in den bekannten Räumlichkeiten der Schule, also der Schulsporthalle stattfinden, da so die anfängliche Hemmschwelle für die Teilnehmerinnen und deren Eltern gering gehalten wird.
In den AGs können die Schülerinnen der Klassen eins bis vier gemeinsam trainieren. Dabei üben sich nicht nur für ihre ersten Spiele und Turniere, sie lernen ganz nebenbei auch, was es heißt, aufeinander Rücksicht zu nehmen und miteinander zu kooperieren.

Mädchenfußball-Turniere

Sobald die Schülerinnen genug Übung haben, können sie an Fußballturnieren teilnehmen. Hierbei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ein Spiel gegen eine Mannschaft jüngerer Mitschüler ist ebenso denkbar wie ein komplettes Schulturnier oder ein Spiel gegen die Mädchenmannschaft der Nachbarschule. Das jährliche Sommer- und Winterturnier, an dem alle Projektschulen teilnehmen, stellt natürlich den Höhepunkt des Trainings dar.

Coach-Ausbildung

An weiterführenden Schulen und in Vereinen werden interessierte Jugendliche gesucht, die bei AGs oder Turnieren unterstützend als Fußballcoach tätig sein möchten. Diese dürfen kostenlos an Weiterbildungen des SFV und des LSVS teilnehmen. 

Trainingslager

Ein- oder mehrtägige Fußballtrainingslager (mit oder ohne Übernachtung) stellen den vierten Baustein des Projektes dar. Die Mädchen sollen so Gemeinschaft erleben und lernen, füreinander Verantwortung zu tragen.

Projektschulen

Das Projekt wird zurzeit an folgenden Grundschulstandorten im Saarland durchgeführt:

Grundschule Langenäcker, Homburg

Grundschule Wellesweiler

Bachschule Neunkirchen

Grundschule Wallenbaum, Saarbrücken

Gebundene Ganztagsgrundschule Kirchberg, Saarbrücken

Grundschule Folsterhöhe, Saarbrücken

Grundschule Bergstraße/Röchlinghöhe, Völklingen

Odilienschule, Dillingen

Hierbei wurden Schulen ausgewählt, deren Migrationsanteil vergleichsweise hoch ist. Eine Ausdehnung auf weitere Schulen ist nicht ausgeschlossen.

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